Warum echte Veränderung nicht ohne Kommunikation gelingt

Ob neue Strategie, Reorganisation oder Kulturwandel – kein Change-Prozess funktioniert ohne Kommunikation. Doch klassische Ansätze greifen oft zu kurz. Michaela Bach, Expertin für Employer Branding, interne Kommunikation und Changeprozesse, erklärt im Gespräch, warum Change-Kommunikation weit mehr ist als reine Informationsweitergabe – und wie sie zur echten Transformationskraft im Unternehmen werden kann.

Die zwei Dimensionen von Change-Kommunikation

Change-Kommunikation wirkt auf zwei Ebenen:
👉 Sie kann Veränderung begleiten – also laufende Prozesse verständlich, greifbar und beteiligungsorientiert kommunizieren.
👉 Oder sie kann Veränderung selbst auslösen – indem sie Denkweisen infrage stellt, neue Perspektiven schafft und Wandel emotional vorbereitet.

Beides ist wirkungsvoll. Doch beides braucht Klarheit, emotionale Relevanz und eine Sprache, die Menschen bewegt.

Veränderung beginnt mit Verstehen

Viele Change-Projekte scheitern nicht an der Strategie, sondern an mangelnder Akzeptanz. Mitarbeitende verstehen oft nicht, warum sich etwas ändert – oder was es konkret für sie bedeutet. Change-Kommunikation setzt genau hier an: Sie übersetzt abstrakte Ziele in greifbare Botschaften und macht Veränderung emotional nachvollziehbar. „Nur wer versteht, kann mitgehen“, so Michaela Bach.

Emotionale Kommunikation schafft Beteiligung

Veränderung macht Angst. Routinen werden infrage gestellt, Unsicherheiten wachsen. Deshalb braucht erfolgreiche Change-Kommunikation vor allem eines: emotionale Intelligenz. Hoffnung, Zugehörigkeit oder auch ein konstruktiver Ärger können Menschen in Bewegung bringen. Entscheidend ist, Mitarbeitende nicht nur zu informieren – sondern aktiv einzubinden. Beteiligung schafft Identifikation und Wandel wird zum gemeinsamen Prozess.

Storytelling als Werkzeug für Wandel

Gute Geschichten wirken stärker als Zahlen. Wer eine Vision emotional verankern will, braucht Storytelling: Warum verändern wir uns? Wofür lohnt es sich? Was ist mein Beitrag? Michaela Bach sieht darin einen zentralen Hebel: „Menschen folgen keiner PowerPoint-Präsentation – sie folgen einer Geschichte, die sie berührt.“ Storytelling gibt Orientierung und macht abstrakte Zukunft greifbar.

Michaela Bach und ich

Social Media: Treiber und Herausforderung für Change-Kommunikation

Soziale Medien haben die Dynamik von Change-Prozessen fundamental verändert. Veränderungen sind heute nicht mehr ausschließlich von Organisationen steuerbar – sie entstehen oft bottom-up, aus der Community heraus. Jeder Mensch mit einem Smartphone kann eine Bewegung starten, Themen setzen, Diskussionen anstoßen.

Diese Demokratisierung eröffnet enorme Chancen:

  • Schnelle Sichtbarkeit
  • Direkte Zielgruppenansprache
  • Unkonventionelle Ideen ohne großes Budget

Gleichzeitig birgt Social Media auch Risiken: Kommunikation findet oft in Bubbles statt – geschlossene Echokammern, in denen sich Gleichgesinnte gegenseitig verstärken. Das kann Diskussionen radikalisieren oder Organisationen die Kontrolle über ihre Erzählung entziehen.

Für Change-Kommunikation bedeutet das: Social Media ist kein Kanal – es ist ein Stimmungsbarometer. Wer zuhört, mitdenkt und Dialog ermöglicht, kann Bewegungen stärken, statt ihnen hinterherzulaufen.

Interne Kommunikation als Veränderungsmotor

Interne Kommunikation wird oft unterschätzt – dabei ist sie essenziell für kulturellen Wandel. Sie muss transparent, auf Augenhöhe und zielgruppenspezifisch sein. Denn nicht alle Mitarbeitenden erleben Veränderung gleich: Während einige begeistert mitziehen, reagieren andere skeptisch oder zurückhaltend. Change-Kommunikation muss all diese emotionalen Zustände berücksichtigen – und passende Wege finden, um sie mitzunehmen.

Was Unternehmen aus Change-Kommunikation lernen können

  • Change ist kein Projekt, sondern ein Prozess
  • Zwei Wirkebenen denken: begleiten oder auslösen
  • Beteiligung statt Top-down
  • Emotion schlägt Information
  • Zielgruppen differenziert ansprechen

Beispiel aus der Praxis: Campaigning mit Mut und Wirkung

Ein eindrucksvolles Beispiel für mutige, kreative Veränderungskommunikation liefert The Female Company. Die deutsche Organisation wollte auf die Ungleichbehandlung von Periodenprodukten aufmerksam machen – und senkte durch eine clevere Aktion den Steuersatz: Sie brachte Tampons als „Buch“ auf den Markt, um den günstigeren Steuersatz für Printprodukte zu nutzen.

Zudem nutzt das Unternehmen unkonventionelle Kanäle wie Pornhub, um Aufklärung zu betreiben – dort, wo Aufklärungsinhalte auf klassischen Plattformen oft zensiert werden. Die Botschaft: Veränderung braucht keine Millionenbudgets, sondern Ideenreichtum und den Mut, Konventionen zu hinterfragen.

Fazit: Kommunikation ist der Schlüssel zur Transformation

Change-Kommunikation entscheidet mit darüber, ob Wandel gelingt oder scheitert. Unternehmen, die Veränderungen nicht nur beschließen, sondern sinnvoll kommunizieren, schaffen Vertrauen, Klarheit – und eine Kultur, die bereit ist, Neues zu gestalten.

Für Michaela Bach ist klar:
„Wenn Kommunikation Menschen berührt und beteiligt, wird sie zur wirklichen Kraft der Veränderung.“

Weitere wichtige Interviews in diesem Zusammenhang finden sich im Archiv

Zum Podcast-Archiv: CONDA Finanzstart-Up Geschäftsführer Daniel Horak, Nana Siebert (Standard), Ursula Bittner von Greenpeace, Christina Mutenthaler (AMA Marketing), Ronald Würfliner, Blühendes Österreich u.v.m.

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Das PR- und Marketingunternehmen: Veränderung durch Kommunikation erzielen

Durch Public Relations Wirkung erzielen. Mein Name ist Martin Aschauer. Ich bin erfahrener PR- und Marketingberater und habe im Oktober 2022 Mediacampaigning Austria gegründet. Ich bringe mittels Öffentlichkeitsarbeit Veränderung auf den Weg. Seit über 20 Jahren gibt es für mich nichts Spannenderes als mittels Öffentlichkeits- und Kampagnenarbeit Einstellungs- und Verhaltensveränderungen in bestimmten Dialoggruppen zu erreichen.

Wissenswertes – FAQ – Campaigning

Es gibt kein Wort das so gerne verwendet wird wie das Wort „Kampagne“. Doch was ist eigentlich überhaupt eine Kampagne? Eine Media-Kampagne ist eine dramaturgisch angelegte, thematisch begrenzte, zeitlich befristete kommunikative Maßnahme zur Erzeugung öffentlicher Aufmerksamkeit unter Einbeziehung unterschiedlicher kommunikativer Instrumente und Techniken. In diesem Sinne ist über Medien vermittelte Kampagnen-Kommunikation die effizienteste, zielgerichtetste und letztendlich billigste

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